Startseite | Medienarchiv | Denkschriften | Botschaften

Volks und Völkertrauertag

Kriegerdenkmal für die Gefallenen des I. und II. Weltkrieges in 88459 Tannheim:: Bildquelle Wikipedia Bene16 17:09, 19 November 2006

Kein offizieller Feiertag, keine befohlene Trauer, ein Tag der Stille sollte es sein. Das war die Absicht des 1919 gegründeten, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ein Jahr nach dem Ende des ersten Weltkriegs, auf den Vorschlag des bayrischen Landesverbandes zum Gedenken der Kriegstoten, wurde der Volkstrauertag eingeführt und 1922 fand die erste offizielle Feierstunde im Deutschen Reichstag in Berlin statt.

 

„Volkstrauertag! Der erste deutsche Volkstrauertag soll in erster Linie dem Ehrengedenken unserer im Weltkriege gefallenen Väter, Brüder und Söhne gewidmet sein. Es ist nur zu wünschen, daß sich diese ernste Feier recht tief und fest und feierlich, auch ohne viele Reden und Gesänge, aus dem ureigenen deutschen und menschlichen Empfinden heraus geltend macht in den Herzen des ganzen Volkes.“

 

– Cellesche Zeitung: Den Gefallenen: Ausgabe vom 27. Februar 1926 (Quelle:Wikipedia)

 

Das Jahr 2013 ist in mehrerlei Hinsicht besonders: das Vorkriegsjahr des ersten Weltkriegs jährt sich zum 100. Mal. Die Völkerschlacht bei Leipzig jährt sich zum 200. Mal. Die Reichskristallnacht zum 75. Mal.

Der Nahe Osten ist ein einziger Kriegsschauplatz und selbst in unserer unmittelbaren Umgebung in unseren Familien, in der Arbeit sowie auf der Straße scheint das Konfliktpotenzial stetig anzuwachsen. Es geht sogar soweit, das wir  unseren Kindern erlauben, sich über Fernsehen und Computerspiele den Krieg in unsere Häuser einzuladen.

„Volkstrauertag“ – wir sollten uns die Zeit am Grab nehmen, um an unsere Lieben in Nah und Fern zu gedenken, unser eignes Handeln zu Hinterfragen und uns Gedanken zu machen, mit welchem Feuer unsere Volksvertreter spielen. Krieg gibt es ja nicht weil es Soldaten gibt, sondern weil Politik und Diplomatie keinen Rat, keinen Ausweg mehr sehen, ein Problem zu lösen.

Fragt man die Bevölkerung, ist der Wunsch nach Frieden bis in die obersten Reihen zu finden. Und die Zeit um Weihnachten ist für uns seit langem besonders mit dem Gefühl des Friedens und der Nächstenliebe verbunden.

Da scheint es doch seltsam, das dieser Wunsch besteht aber sowenig Umsetzung finden kann im alltäglichen Leben. Unseren Volksvertretern die alleinige Verantwortung zu geben für den Frieden zu sorgen scheint etwas zu einfach.

Die Hände in den Schoß zu legen und denen „da Oben“ die Schuld geben wenn etwas nicht nach unserem Verständniss, richtig läuft ist kein gangbarer Weg.

Jeder unserer Politiker ist von uns gewählt!?

Sind wir mit dem Ergebniss nicht zufrieden und wollen wir etwas zum besseren verändern, müssen wir bei uns selbst beginnen. Wir können unsere Unzufriedenheit ausdrücken indem wir uns Beschweren oder aber wir nutzen den Schwung und lassen die Energie als Engagement dem Allgemeinwohl zugute kommen. Z.B. indem wir uns aktiv am politischen Geschehen beteiligen. Das kann auf verschiedensten gesellschaftlichen Ebenen geschehen. Wer sich berufen fühlt, kann sich sogar wählen lassen!

Bis dahin sollten wir den Weg zu den Gräbern finden, denn im Tode erkennen wir den Wert des Lebens!

Den weitverbreiteten Irrglauben, der Volkstrauertag sei Soldaten,- und Kriegsverherrlichend sollten wir ablegen. Wie schon oben erwähnt zieht der Soldat nicht nach eigenem Gutdünken in den Krieg, er wird von den Parlamenten geschickt!