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Seine Majestät hat das Wort,...

Das Kaiserpaar

In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal der Beginn des 1. Weltkriegs. Seit Anfang Januar sind alle Arten von Medien mit Berichten und Diskussionen an diesem Thema beteiligt. Auch wir wurden gefragt, ob wir zu diesem Ereignis nicht eine großflächige Veranstaltung, Podiumsdiskussion oder Ähnliches initiieren wollen. 

Wir haben uns viele Gedanken dazu gemacht und letztendlich haben uns die bereits erschienen Artikel dazu veranlasst, uns nicht aktiv in die Diskussionen einzuschalten. Viel mehr wollen wir Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. Und den Kronprinz Wilhelm persönlich zu Wort kommen lassen und auf einige Artikel und Essays hinweisen, die sich mit dem „Tabu“ der Nicht-Alleinschuld Deutschlands beschäftigen.

Das im letzten Jahr erschienene Buch von Christopher Clark „Schlafwandler“ wurde nicht sehr euphorisch aufgenommen, da es die geläufige Meinung der Alleinschuld Deutschlands am 1. Weltkrieg nicht hinlänglich, wie im Versailler-Vertrag festgelegt, bestätigt. Auch das Nachrichtenportal N24 hat am 155. Geburtstag, dem 27. Januar 2014, Seiner Majestät Kaiser Wilhelm II. einen Artikel „Alleinschuld des Deutschen Reiches zweifelhaft“ veröffentlicht, in dem Historiker Matthias Rogg seine Zweifel darüber ausspricht. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Sowohl Christopher Clark als auch Matthias Rogg sprechen Punkte an, die vollkommen von populären Diskussionen ausgeschlossen werden, im wissenschaftlichen Diskurs jedoch durchaus präsent sind.

Das Attentat von Sarajewo, gilt allgemein als Auslöser und nicht als Ursache des 1. Weltkriegs. Es ist aber notwendig, die vorangegangenen Ereignisse, die Ursachen in die Betrachtungen mit einzubeziehen.

Luxemburgs Premierminister Jean Claude Juncker sagte in seiner Neujahrsansprache 2013: „Das Jahr 2013 ist nicht irgendein Jahr, sondern 2013 jährt sich das Vorkriegsjahr 1913 zum 100. Mal. Das Jahr 2013 hat eine besondere Bedeutung, wenn man sich für Geschichte interessiert.“ 
Er sei überrascht, dass man sich in der Luxemburger Publizistik nicht mit der Bedeutung des Jahres 1913 und mit dem, was seither geschehen ist, beschäftigt hat. Im Jahr 13 liege viel Geheimnisvolles, vieles, das es zu hinterfragen gilt. Im Jahr 1913 ist viel geschehen, was nicht ohne Parallelen mit dem Jahr 2013 ist. Im Jahr 1913 sei die Globalisierung enorm weit vorangeschritten, weiter als Geschichtsunkundige wissen. Tatsächlich unterscheide sich die Globalisierung des Jahres 2013 nicht grundsätzlich von derjenigen des Jahres 1913.

Wir legen Ihnen folgende Bücher ans Herz, die Sie bequem im Internet studieren und sich, und das empfehlen wir, ebenfalls als PDF speichern können. Zum einen die persönlichen Aufzeichnungen Seiner Majestät Kaiser Wilhelm II. „Ereignisse und Gestalten 1878-1918“ – und zum anderen die „Erinnerungen“ des Kronprinzen Wilhelm. Beide im Exil verfasst, emotional, persönlich und von historischer Wichtigkeit.

Auch bei Aufklärung gilt „Jedes Sache hat zwei Seiten“ – Nur wer beide Seiten der Medaille kennt, erkennt Ihren Wert. 

Gott zum Gruße.

Quellenangabe: Die vollständige Rede von Herrn Jean Paul Juncker wurde bereits aus dem Internet entfernt. Teile der Rede können Sie noch auf dem Portal von Schall und Rauch nachlesen!